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                           Roman von Bestsellerautor DAN DAVIS
                      + CD:

                                  C
ARLOS PERÓN feat.            CENTURIO


KAPITEL 37 
(Auszug)

Loch im Kopf

Langsam zog die Frau den Lippenstift über den ohnehin schon stark geschminkten Mund. Wenn jemand stark geschminkt war, dann sie. Ihre Augen und ihre Erscheinung waren ein perfektes Kunstwerk, das auf jeder Titelseite der Vogue glänzen würde. Ihre dunklen Haare waren streng zurückgekämmt und ihre langen Fingernägel ließen erahnen, dass Rhea noch nie in ihrem Leben wirklich richtig arbeiten musste. Ihr Blick schweifte von der Veranda der hochmodernen Multimillionendollar-Villa auf das schwarze Porsche Cabrio, welches neben einigen anderen Luxuskarossen unten im beleuchteten Eingangsbereich stand. Sie blickte auf die Uhr. Es war 23.12 Uhr und 37 Sekunden. Rhea war das, was andere verabscheuten: Arrogant, eingebildet, durchtrieben, berechnend und äußerst kaltblütig.

Alle schätzten sie auf Mitte 20 und lagen wohl mit dieser Annahme richtig.
Der schwarze extrem kurze Leder-Minirock ließ den Blick auf zwei lange, perfekte Beine zu, die wiederum auf zwei sündhaft teuren schwarzen High Heels standen.

Rhea liebte die Farbe Schwarz.
Sie wurde von ihren Verehrern und Freunden auch gerne als die `Böse Schwester` bezeichnet.

Warum sie diesen Spitznamen trug, wussten allerdings nur wenige.

Erneut betrachteten Rheas stark geschminkte Augen den tiefergelegten schwarzen Porsche vor dem Haus. Ihr neues Spielzeug.

Der Gesang einer Opernsängerin war leise im Hintergrund zu hören.

Es war ein
e laue Sommernacht und angenehm mild.

„Also?“, fragte sie und wandte sich dabei einem älteren markanten Mann zu, der an einem Tisch auf der Veranda saß und mit einer Lesebrille einige Unterlagen zu studieren schien.


Dieser schaute auf und nahm die Brille ab. Er blickte Rhea an, als würde er ihre Erscheinung, die fast jedem Mann den Verstand raubte, nicht zur Kenntnis nehmen, wobei er erwiderte:
„Danke, dass du gekommen bist!“


Sie antwortete, ohne darauf einzugehen:
„Ist er es?“


Der grauhaarige Mann, dem dieses teure Anwesen zu gehören schien, hielt einen Moment inne. Dann schüttelte er den Kopf:
„Nein! Das heißt, ich kann es mir nicht vorstellen. Unsere Organisation beobachtet ihn nun schon eine ganze Weile. Alles spricht dagegen. Fast alles...“


„Fast alles...“, wiederholte Rhea die Worte mit einem süffisanten sarkastischen Unterton. Der schlanke große Mann stand auf und lief zum Geländer der Veranda. Sein Blick durchstreifte die große Parkanlage vor dem Anwesen.

„Er verhält sich nicht so, wie man es erwarten würde, wenn er es wäre. Und vielleicht ist es auch vermessen. Eigentlich verhält er sich genau so, dass wir uns sicher sind, er ist es nicht. Auf der anderen Seite...“

Er drehte sich zu Rhea um:
„…weiß er, dass wir in seiner Nähe sind. Und damit können wir nicht ganz ausschließen, dass dieses Wissen sein Verhalten beeinflusst. Zumal, wenn er es ist oder damit zu tun hat, würde er es ganz sicher nicht offen zeigen.“


Rhea griff in ihre Tasche und holte eine Schachtel Marlboro Light heraus. Sie griff nach einer Zigarette und zündete sie sich an.
„Du hättest mich sicherlich nicht herbestellt, wenn es nicht etwas zu erledigen gäbe.“

„Ja. So ist es. Wir sehen derzeit keine Gefahr durch ihn. Aber unsere Organisation will in dieser Phase kein Risiko eingehen. Auch wenn das Risiko gering ist, falls er doch etwas damit zu tun hat, könnte unsere Gegenseite Manipulationen vornehmen, die wir mit der derzeitigen Technologie nicht sofort bemerken. Denn wir können derzeit nicht sagen, wie weit und ob wir tatsächlich unterwandert wurden. Vielleicht ist das alles auch nur eine Taktik, um uns in der letzten Phase ein Bein zu stellen. Und es gibt gar keine Einschleusung ins System. Ich sage nicht, das
s er ein Schläfer ist. Aber wenn er einer ist...“

Sie blies hörbar den Rauch ihrer Zigarette aus und unterbrach ihn:
„Gut, ich habe verstanden! Wann soll ich ihn eliminieren?“


Der Mann setzte sich wieder und betrachtete einige der Unterlagen.
Rhea trat zu ihm an den Tisch, zog erneut an der Zigarette und meinte:
„Warum bin ich hier?“


Er schaute sie an und lehnte sich zurück, während er antwortete:
„Du wirst an ihm dran bleiben und bekommst von uns deine Instruktionen. Wenn es notwendig ist, beendest du die Sache. Ich wusste deine Arbeit immer zu schätzen...“

Rhea lächelte und blickte auf das Bild, das vor ihr auf dem Tisch lag. Dann sagte sie mit den Worten an jene Person auf dem Foto gerichtet: „Genieße deine `Letzten Tage`...“, und drückte dabei die Zigarette auf dem Kopf von Kims Bild aus.


...

(Fortsetzung im Buch...)

Copyright by Dan Davis

REVOLUTION, BABY!

536 Seiten, 70 Kapitel


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